Sonstiges

Umzug von Blogger zu WordPress

Umzug von Blogger zu Wordpress - so funktioniert das

Hallo zusammen,

herzlich willkommen auf meinem neuen Blog 🙂 Ich möchte euch mit dieser heutigen Post mitteilen, dass ich ab sofort meinen Blog bei WordPress habe, genau gesagt wordpress.org (nicht verwechseln mit wordpress.com, weil es eine sehr eingeschränkte Version ist). Der Umzug hat sich bei mir leider um einiges mehr verzögert, weil immer wieder neue Probleme aufgetreten sind, somit habe ich insgesamt 8 Tage gebraucht. Geplant waren eigentlich 3 Tage dafür, wenn alles reibungslos geklappt hätte… Naja jetzt ist es online! 🙂 Ich kann auf jeden Fall sagen, dass es die beste Entscheidung war, von Blogger wegzuziehen. Untenstehend erzähle ich euch wie der Umzug bei mir verlaufen ist und schneide ein paar wichtige Punkte an. Noch nie habe ich für einen Beitrag so viel geschrieben (über 2000 Wörter) 😀

UMZUG – Ja oder Nein?
Seit längerer Zeit habe ich schon mit diesem Gedanken gespielt. Viele Blogger fürchten sich vor diesem wichtigen Schritt, mir ging es nicht anders. Obwohl ich erst seit Juni dieses Jahres mit dem Bloggen angefangen habe, habe ich mich dazu entschlossen zu WordPress zu wechseln, weil mein Blogger-Design mich immer total genervt hat, da es meiner Meinung nach, nicht professionell genug aussah. (Das Auge liest halt mit 😀 )

BLOGGER-DESIGN VS. WORDPRESS-DESIGN
Als Blogger von der Plattform Blogger habe ich immer zu den schönen Designs von den WordPress-Bloggern hochgeschaut. Immer wieder habe ich mich gefragt gehabt, ob solche Designs auch bei Blogger funktionieren würden. (Es hat sich am Ende herausgestellt, dass man ohne CSS- und HTML-Kenntnissen keine Chance auf Blogger hat und außerdem sind aufwendige Seiten auf der Plattform Blogger total falsch, da die Programmierer bei Blogger sehr eingeschränkt sind) Dennoch habe ich sehr viel im Internet durchforstet und auch viel herumprobiert, um meinen alten Blogger-Blog optisch zu verfeinern, am Ende war ich leider immer noch nicht zufrieden gewesen.

WORDPRESS – Wie funktioniert es?
Somit habe ich mich mit dem Thema WordPress beschäftigt, weil ich mich über die Plattform genauer informieren wollte, bevor ich mich endgültig für etwas entscheide. Nach dem Einlesen in das Thema war die Entscheidung dann überraschend schnell gefallen und bin auf einer sehr hilfreichen Anleitung, mit der ich auch schlussendlich gearbeitet habe, gestoßen. Ich wollte so viel wie möglich alles selber einrichten, damit ich parallel die Basics lernen konnte.

HOSTING – Was benötigt man um WordPress zu installieren?
Da man für eine selbstgehostete WordPress-Seite einen Hoster braucht und ich bereits bei 1&1 meine 2 Domains hatte, wollte ich es alles unter einen Hut bringen, weil man sich somit die stressigen Umzüge der Domains von 1&1 zu einem anderen Hoster sparen konnte. Ich musste deswegen nur noch das Paket WP-Starter dazu buchen und schon war ich für WordPress startklar gewesen. Das WP-Starter-Paket beinhaltet die benötigten Anforderungen, wie 1 Domain, mySQL Datenbank, Webspace und PHP 5.
Nach dem die Buchung erfolgreich war, konnte ich über die 1&1-Seite die WordPress-Installation per „One-Click“ tätigen, was sehr praktisch war. Ansonsten müsste man den klassichen Weg gehen und zwar auf der WordPress-Seite den WordPress-Ordner als Zip-Datei downloaden und anschließend auf dem Webspace von eurem Hoster uploaden.

WORDPRESS-ERKUNDUNG / FRONT- UND BACK-END (DASHBOARD)
Kaum war die Installation fertig gewesen, konnte ich auch schon mit dem Erkunden von WordPress beginnen. Als erstes habe mir natürlich das Front- und Back-End mit den dazugehörigen Features wie Dashboard, Framework, Themes, Plugins, Widgets etc. angeschaut.

PERMALINKS
Einer der vielen possitiven Punkte ist, dass man selber entscheiden kann wie WordPress die Permalinks erstellt, gegebenenfalls kann man die Links manuell individuell bestimmen wie sie heißen sollen. Bei Blogger hießen die Links 1 zu 1 wie der Postitel mit irgendwelchen unschönen „p’s“ und „html’s“ im Link.

MENÜ
Ein Drop-Down-Menu mit mehreren Ebenen zu erstellen ist bei WordPress total einfach, im Gegensatz zu Blogger muss man hierfür keine passende HTML-Codes im Internet raussuchen, sondern man erstellt es nämlich ganz leicht über das „Menü“ im Backend. Für mein unschönes Drop-Down-Menu auf Blogger habe ich einen halben Tag dafür gebraucht…

THEMES (Design, Layout, Framework, Widgets)
Das Theme ist ein ganz wichtiger Punkt! Anfangs habe ich mit den vorinstallieren Themes rumgespielt und auch kostenlose von externen Anbietern heruntergeladen und installiert, doch die kostenlosen Themes haben mich nach einer kurzen Testphase nicht angesprochen. Somit habe ich bei den bekannten Anbietern wie themeforest.net und co. umgeschaut und nach gefüllte 500 Themes mein jetziges Theme gefunden.

Nach der Installation des Themes hat es mich sowas vom Hocker gehauen, wie einfach es war, mit einem gekauften Theme zu arbeiten. Die ganzen Einstellungen konnte ich ganz ohne Anleitungen vornehmen, es war wirklich idiotensicher gewesen. (Zur Not gibt es auch ganz hilfreiche Anleitungen von den Theme-Erstellern bzw. Webdesignern) Das Tolle an einem gekauften Theme ist, dass auch ein Support mit dabei ist, in meinem Fall 6 Monate. Wenn man bei bestimmten Sachen nicht weiter kommt, konnte man ganz einfach ein Support-Ticket erstellen und nach kurzer Zeit wird einem schon geholfen. Einer meiner Probleme war zum Beispiel, dass ich den Timer des Sliders auf 4 Sekunden einstellen wollte, anstatt die voreingestellten 7 Sekunden und außerdem stoppte mein Slider sofort nach dem „back“ und „next“. Leider konnte man es nicht über dem Framework steuern. Nach ein paar Stunden kam auch schon die Antwort mit den entsprechenden Codes inkl. einer kurzen Anleitung. Es hat alles problemlos und sehr schnell funktioniert. (Der Support weist darauf hin, dass nur bei Einstellungsgeschichten weiter geholfen wird und keine komplett neue Änderungen, die viel mehr Zeitaufwand benötigen!)

Kauft bitte ein Theme von einem seriösen Anbieter, liest euch das Feedback ganz genau durch und schaut euch die Demo-Seiten an. Denn sobald ihr es gekauft habt, kann man es natürlich nicht zurückgeben! Also vorher ganz genau überlegen. Die Themes gibt es schon ab ca. 4 € zu kaufen, für mein Theme habe ich 45 € bezahlt und bin bis jetzt vollkommen zufrieden damit.

RESPONSIVE DESIGN
Mir war es sehr wichtig gewesen, dass mein Theme mit Responsive Design ausgestattet ist.
Responsive Design bedeutet, dass sich die Webseiten bzw. eurer Blog außerhalb von eurem PC automatisch an die jeweiligen mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets anpasst. Das Theme bzw. die Website erkennt automatisch wie viel Fläche es zur Verfügung hat und passt das Layout, die Texte und die Bilder so an, dass ihr nicht mehr reinzoomen müsst, ihr seht dann sozusagen euren Blog 1:1 auf den Geräten.
Da in der heutigen Zeit sehr viel Mobile devices benutzt werden, hat Google den Webdesignern empfohlen, ihre Seiten zum 21.April.2015 umzugestalten, da ab diesem Tag „mobile-friendly“ ein Ranking-Signal wird, bzw. Webseiten, die kein optimiertes Webdesign für Mobile devices aufweisen, im Ranking verlieren werden.

Mein Tipp:
Holt euch ein Theme mit Responsive Design, damit ihr für die Zukunft gewappnet seid. (Es sind nämlich noch sehr viele alte Themes ohne Responsive Design auf dem Markt, aber nach dem Statement von Google, hat sich so langsam ein Standard gesetzt)

PLUGIN
Die Plugins kann man ganz einfach als Apps übersetzen. Die Plattform bietet für fast alles Plugins an, egal ob es z. B. ein „coming-soon-plugin“ sein soll, mit dem ihr eine typische Seite einschaltet, wenn eure Seite noch nicht fertig ist oder auch ein „back-to-top-button“, für den ich übrigens bei Blogger auch sehr lange gebraucht habe. Bei WordPress war es nur ein Aufwand von ca. 10 Minuten gewesen. – Plugin suchen – installieren – aktivieren – einstellen – fertig.
Es ist so cool, dass es auf WordPress so eine große Auswahl an Plugins gibt, einfach suchen und installieren. Nie wieder lange Recherchen.

SEO – Suchmaschinenoptimierung
Im Gegensatz zu Blogger ist man leider bei WordPress auf sich alleine gestellt, wenn es um SEO geht. Blogger leistet zwar gute Dienste für euch, aber WordPress hat den Vorteil, dass es flexibler ist, was SEO angeht, weil ihr sehr viele Einstellmöglichten bezügich Keywords, Metas etc. habt. Das Ziel ist nämlich hohe Google-Rankings für eure Seite und Beiträge zu bekommen, damit eure Beiträge im vorderem Feld bei Google auftaucht und nicht erst bei Seite 7 oder 8. SEO ist ein sehr komplexes Thema, denn es gibt sogar Firmen, die sich für dieses Gebiet spezialisiert haben.

SICHERHEIT
Da eurer Blog nicht mehr bei Blogger „wohnt“, müsst ihr euch ebenfalls um die Sicherheit selber kümmern. Es hört sich schlimmer an, als es ist, aber es gibt Unmengen von hilfreiche Plugins dafür, die euch dabei unterstützen. Zur Sicherheit solltet ihr regelmäßig ein Backup erstellen!

IMPORT – Beiträge / Posts, Kommentare, Seiten und Bilder
Jetzt kommen wir zu einem sehr spannenden Punkt, wovor viele Blogger Angst haben.
Ihr könnt normalerweise ganz einfach über dem internen Plugin „Blogger-Import“ die sämtlichen Daten von Blogger importieren. (Natürlich vorher die xml-Datei aus Blogger exportieren) Leider hat der Import bei mir nicht 100%ig funktioniert 🙁 Es waren weitgehend alle Daten nach dem Import auf WordPress gewesen, bis auf 40 % meiner Bilder (Ich hatte ja nur 24 Posts mit 38 Kommentaren und ca. 300 Bilder gehabt) Auch mit einem externen Plugin hat es leider bei mir nicht geklappt…

Bitte keine Panik, es muss nicht dasselbe bei euch passieren!

Mit folgenden Problemen musste ich mich durchkämpfen (Die Probleme müssen nicht zwingend auch bei euch auftauchen):

Problem 1:
Nach dem Import der Beiträgen waren die Abstände bei allen Beiträgen so was von durcheinander gewesen. Im Internet fand ich leider keine Lösung, somit habe ich mit Hilfe von einem neuen Texteditor „CKeditor“ (mit integrierter Abstandfunktion) alle Beiträge mit den richtigen Abständen versehen.

Problem 2:
Bilder – Das interne Blogger-Import-Plugin hat bei mir nur ca. 60 % aller Bilder in dem Bereich „Medien“ von WordPress importiert. Zwar waren die ganzen Beiträge mit allen Fotos vorhanden gewesen, aber alle Bilder, die nicht im WordPress waren, waren unscharf und hochskaliert gewesen, da sie mit einem Link zu Blogger, wo sich die Bilder parallel noch befanden, verknüpft waren… also völlig unbrauchbar… somit musste ich die fehlenden Fotos hochladen und alle Bilder in den Beiträgen mit dem richtigen Link von WordPress ersetzen und die richtige Vorschaugröße einstellen.

Problem 3:
Meine ganzen Kommentare waren laut Dashboard im Status „veröffentlicht“ gewesen, dennoch konnte man die Kommentare nicht sehen. Ich habe durch Rumklicken herausgefunden, dass man die Kommentare einfach erneut genehmigen musste, damit es anzeigte.

Problem 4:
Mein Theme war mit Responsive Design ausgestattet, aber mein iPhone hat nur teilweise ca. 40 % der Bilder richtig angezeigt, das Layout war davon nicht betroffen gewesen. Durch ein Support-Ticket, habe ich erfahren, dass die betroffenen Bilder beim Importieren und anschließendem Bearbeiten der Vorschaugröße, einen Code mit fixed height hatten. Das Problem wurde durch einen einzigen Code, der die Höhe bei mobilen Geräten automatisch bestimmen sollte, behoben.

KOSTEN
Die Fixkosten sind ab jetzt zwar etwas höher geworden, aber dieser Punkt hat mich nie abgeschreckt. Für den Umzug habe ich folgende Kosten bezahlt… Und zwar das zusätzlich gebuchte WP-Starter-Paket mit 4,00 € im Monat / 48,00 € im Jahr (Einrichtungsgebühr, einmalig 15,00 €) und ein Theme mit Responsiv Design einmalig für 45 €. Für Leute die sich mit dem Einrichten und dem Umzug zu WordPress nicht auseinander setzen wollen, kann man natürlich einen Programmierer dafür einschalten, der nicht wenig kostet. Die Kosten sind pauschal leider schwer zu sagen, da jede Person eine andere Vorstellung hat, wie die Seite auszusehen hat, je nachdem ob ihr ein sehr individuelles Design anstatt ein fertig designtes Theme haben wollt. EDV-Dienstleistungen sind nicht zu unterschätzen.

Fazit:
Ich bin so froh, dass nach über 1 Woche Arbeit der Umzug rum ist. Zum Glück hatte ich eine sehr überschaubare Anzahl an Beiträgen gehabt, sonst hätte es noch länger gedauert! Ein wenig darf ich auch auf mich stolz sein, weil ich es zum Großteil ohne fremde Hilfe geschafft habe 🙂 Durch das learning by doing konnte ich sehr viel an Wissen gewinnen und weiß jetzt wo ich klicken muss, wenn es etwas zum Einstellen gibt. Im Nachhinein finde ich sehr schade, dass ich meinen Blog nicht von Anfang an über WordPress erstellt habe, aber lieber später als nie 🙂
In meinen Augen schlägt WordPress Blogger um Längen, weil es unter anderem viel benutzerfruendlicher und flexibler ist, was Einstellmöglichkeiten betreffen. Ich weiß nicht warum der große Konzern Google nicht mehr in Blogger investiert, da es zwischen den beiden Welten liegen. Über WordPress kann man so viele Einstellungen selber vornehmen, ohne irgendwelche CSS- und HTML-Kenntnisse zu besitzen. Ihr braucht euch nicht scheuen, falls ihr denkt, dass man bei WordPress HTML und co. können musst…
Nicht nur die Benutzerfreundlichkeit ist super, sondern auch die Auswahl an Themes, Plugins und Widgets ist genial. Was ich auch noch sehr toll finde ist das Community, welches ihr mit Fragen „bombardieren“ könnt und es wird in den meisten Fällen auch sehr schnell weitergeholfen. Bei Blogger habe ich all diese Sachen vermisst und fühlte mich sozusagen etwas im Stich gelassen, weil das Angebot an Themes, Widgets und Plugins bei Blogger sehr klein bis gar nicht, vorhanden war.
Last but not least, ich kann jedem Blogger abosolut empfehlen auf WordPress umzusteigen, weil es viel mehr Möglichkeiten bietet, was das Design, die wichtige SEO usw. angeht und nach dem Umzug fühlt ihr euch wie ein freier Vogel! Traut euch diesen Schritt und falls ihr nicht weiter kommt, gibt es im Internet so viele Anleitungen, wie zum Beispiel die oben verlinkte Anleitung, mit der ich sehr gut zurechtkam. Probiert es am besten erstmal selber aus, bevor ihr einen teuren Programmierer dazu holt.

P.S. Löscht euren Blog am Ende nicht! Mit dem Plugin Blogger to WordPress 301 Redirection, könnt ihr eure Leser auf der Blogger-Domain auf die Domain von WordPress weiterleiten, somit verliert ihr die wichtigen Google-Rankings und Leser nicht.

bis bald,

euer Foo<a href=“htp:/www.bloglovin.com/blog/14508817/?claim=shcjnkgv2bs“>Follow my blog with Bloglovin</a>

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply