Düsseldorf Gastro Guide Japanese

Soba-An Düsseldorf

Konnichiwa – こんにちは,

nach 4 Monaten Abwesenheit melde ich mich wieder 🙂 Leute, die mir auf Instagram oder Snapchat (@foohung) folgen, wissen, dass ich nicht ganz inaktiv war, sondern mein Blog hat sich nur mal wieder eine lange Pause gegönnt…

Leider hatte ich die letzten Monate sehr viel um die Ohren gehabt und habe zum Glück einige kleine kleine Städtereisen machen können, um mich etwas abzuschalten. Ich hatte leider keine Motivation für das Bloggen gefunden, weil ich privat mit ein paar Problemchen konfrontiert wurde.

Ich habe diese Zeit aber auch sinnvoll genutzt, um mich in der Fotografie weiterzuentwickeln. Ich habe unter anderem neben den ganzen Foodfotos für den Blog, auch sehr viele Landschaftsbilder gemacht 🙂 Ebenso möchte ich mich zurzeit in der Peoplefotografie rantasten. Eine Facebook-Seite gibt es übrigens schon, irgendwann später werde ich noch einen eigenen Instagram-Account für das Thema Fotografie aufmachen und es anfangs erstmal im Blog mit einem Reiter integrieren. Vielleicht kommt eines Tages noch eine eigene Webseite hinzu, wenn ich genug aussagekräftige Bilder vorzuweisen habe. Ich habe zurzeit sehr viele Ideen im Kopf, was ich auch nächstes Jahr einige davon unbedingt umsetzen möchte.

Was das Bloggen angeht, hat sich mittlerweile sehr viel gestapelt, weil ich in der Abwesenheit doch einige Restaurants besucht habe und dadurch natürlich auch sehr viele Fotos auf meiner Festplatte gelandet ist. Und irgendwie bin ich jedes Mal echt überfordert, wenn ich schon sehe, dass meine Fotos für ca. 30+ Beiträge? ausreichen… Und solange man es nicht abarbeitet, kommen immer wieder neue rein…

Mir ist auch die Reihenfolge der Veröffentlichungen sehr wichtig, da es sozusagen mein virtuelles Tagebuch ist. Ich meide es deshalb wild zu posten, weil ich kein Durcheinander haben möchte. Ich hoffe, dass ich die Sachen von diesem Jahr auch dieses Jahr abarbeiten kann. Damit ich auch endlich gezielt Blogbeiträge vorbereiten kann und es auch zeitnah online geht und nicht erst nach Monaten. Ich muss nur motiviert dranbleiben!

In nächster Zeit sind viele Posts von Japanischen Geschäften von der Immermannstraße in Düsseldorf, auch „Little Tokyo“ genannt geplant. In Düsseldorf leben nämlich seit 5 Jahrzehnten sehr viele Japaner, weshalb in der Immermannstraße ein eigenes Japanviertel entstand. Auch ein paar Beiträge aus London (War im Juli und November drüben), Amsterdam & Rotterdam werden in Zukunft kommen.

 

So genug Nebeninformationen… Jetzt kommen wir mal zum eigentlichen Thema 🙂

Vor 6 Monaten im Mai habe ich mit meinem Bruder 3 Tage in Düsseldorf & Köln verbracht, um am Samstag, den 23.05.16 den Japantag (Blogbeitrag folgt), der in Düsseldorf stattfand, das erste Mal zu besuchen.

Für diese 3 Tage habe ich, wie fast immer, ein bisschen Hausaufgaben gemacht, um mich nach coolen Restaurants zu informieren. Auf meiner Liste standen sehr viele Japanischen Geschäfte, da das Little Tokyo viele authentische Restaurants zu bieten hat. Einige von denen konnte ich sogar nach den 3 Tagen aus meiner Liste abhaken und heute möchte ich eines der Restaurants namens SOBA-AN vorstellen.

Da der Zug sich etwas verspätet hatte und das Einchecken des Zimmers sich auch verzögerte, erschienen wir im Restaurant erst kurz vor der Pause. Zum Glück übernachteten wir direkt in der Immermannstraße im Motel One, da wir uns im Japanviertel am Meisten aufgehalten haben. Somit mussten wir nicht extra zu all den Restaurants fahren, sondern konnten alles ganz bequem zu Fuß erreichen.

Von außen haben wir gesehen, dass noch ein paar Gäste innen waren und wir fragten deshalb im Lokal nach, ob wir noch essen dürfen. Die nette Bedienung hat daraufhin gesagt, dass es kein Problem ist.

Soba An Düsseldorf 1

Im Restaurant SOBA-AN war alles sehr einfach und schön eingerichtet, es machte einen sehr sauberen Eindruck.

Soba An Düsseldorf 2

Die Einrichtung wurde zudem mit kleinen Japanischen Dekorationen aufgehübscht. Auf der linken Seite des Bildes sind übrigens 2 traditionelle Sake-Holzwürfeln namens Masu – zu sehen, diese werden als Alternativen zu den Gläsern / Bechern genommen. In einigen Restaurants findet man außerdem Sets aus Bambus, welches ich total cool finde! 🙂

Soba An Düsseldorf 3

 

Soba An Düsseldorf 4

Viele, die sich in der Japanischen Küche ein Wenig auskennen, könnten wahrscheinlich anhand des Namens vorstellen, auf was sich das SOBA-AN spezialisiert hat – nämlich auf die Japanischen Buchweizen-Nudeln namens Soba.

Achtung: Obwohl das Japanische Gericht Yakisoba – 焼そば / 焼きそば  das Wort Soba enthält, handelt es sich nicht um die selben Nudeln, da sie aus Weizenmehl statt Buchweizen sind und die Konsistenz ähnelt Ramen.

Was ist Soba eigentlich?

Soba – 蕎麦 / そば sind japanische Nudeln, die aus Buchweizen hergestellt werden. Für diese Art von Nudeln gibt es spezielle Werkzeuge, wie zum Beispiel das spezielle Messer Menkiri bōchō – 麺切包丁 – (wortwörtlich auf Deutsch – Nudelschneide-Küchenmesser), das eine lange und gerade Schneide hat. Um das Schneiden zu erleichtern, besitzt das Messer normalerweise ein hohes Gewicht, um eine leichte Vorwärtsbewegung machen zu können.

Die dünnen, braun-grauen, gekochte Nudeln werden je nach Vorlieben kalt und separat von der Brühe in einer Schale oder heiß in der Brühe serviert. Je nach Jahreszeit wird die Brühe kalt oder heiß in einer Schale mit vielen Beilagen und Gewürzen gereicht. Die kalorienarmen und dennoch nahrhaften Soba gelten übrigens in Japan als Symbolessen. Denn in Japan ist es Brauch, dass man Soba am letzten Tag des Jahres isst, weil sie leicht zerbrechlich sind und das symbolisiert, dass man sich am letzten Tag von all den Strapazen und Unglück des ganzen Jahres trennen möchte.

In der vorderen Hälfte des Lokals fällt sofort eine „Kabine“ auf. In dieser Kabine wird nämlich von einem Soba-Meister, frische Soba vor den Gästen hergestellt. Wenn man Glück hat, bekommt man dieses Highlight live im Restaurant zu sehen!

Soba An Düsseldorf 5

Obwohl es Pausenzeit war, hatten wir das Glück, dieses Handwerk live zu sehen! Hier auf dem Bild sieht man, wie der Soba-Meister die Nudeln akkurat mit den speziellen Werkzeugen schneidet. (Wie jeder weißt, ist dauert die Japanische Kochausbildung sehr lang, verbunden mit einer langen Tradition. Ein Sushi-Koch benötigt ca. 10 Jahre für die Ausbildung)

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Der Soba-Meister hat von der Herstellung nur die besten Soba genommen, der Rest wurde aussortiert.

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Die fertigen Soba wurden anschließend leicht verpackt und warteten darauf bei den Gästen auf dem Tisch zu landen.

Soba An Düsseldorf 8

Hier seht ihr das Handwerk von SOBA-AN:

Jaa wir hatten Hunger gehabt 😀

Soba An Düsseldorf 9

Zum Trinken gab es vom Restaurant zwei Becher Grüntee, die übrigens kostenlos waren:

Soba An Düsseldorf 10

Das SOBA-AN hatte wirklich eine große Auswahl gehabt, was die Soba-Gerichte angehen. Doch schnell wurden wir beide fündig, da es für uns klar war, dass wir Soba in einer heißen Brühe haben wollten. Um die schwierige Auswahl zu verkleinern, sollte man sich zuallererst fragen, ob man es kalt oder heiß essen möchte. Die Kalte Variante ist auch für uns Chinesen sehr ungewöhnlich, da die Nudelsuppen aus der Chinesischen Küche immer heiß sind! Ich glaube, dass nur die Koreanische und Japanische Küchen kalte Nudelsuppen haben. Nächstes Mal möchte ich gerne die kalten Nudeln probieren, obwohl ich es mir nicht so gut vorstellen kann 🙂

Das es Mittagszeit war, haben wir uns 2 Kombinationen aus dem Mittagsmenu rausgesucht.

Bei meinem Bruder wurde es das Menu Tempura Soba & Soba-mai Inarisushi.

Dieses Menu beinhaltet kalte oder heiße Soba, Tofutaschen mit Suhireis-Füllung (Inari-Sushi) und Tempura-Garnelen & -Gemüse. (13,90 €)

Zu den Soba wurden übrigens Frühlingszwiebeln, Sojasoße und ich vermute Mirin – Japanischer Essig gereicht. Ja nach Belieben kann man natürlich auch die frittierten Sachen in die Nudelsuppe reintun.

Soba An Düsseldorf 11Tempura-Garnelen & Gemüse

 

Soba An Düsseldorf 12Menu Tempura Soba & Soba-mai Inarisushi

Meine Kombination beinhaltete eine kleine Schale Tempura-Garnelen auf Reis und eine heiße Soba mit Tempuraflocken (11,00 €).

Soba An Düsseldorf 13Tempura-Garnelen auf Reis

 

Soba An Düsseldorf 14Kleine Schale Tempura-Garnelen auf Reis und eine heiße Soba mit Tempuraflocken

 

Fazit:
Das SOBA-AN ist wirklich einzigartig in Deutschland! Es gibt in Deutschland kein anderes Restaurant, das Soba-Nudeln mit der Hand vor Ort herstellt. Die Soba werden vom Mahlen des Buchweizens bis hin zum endgültigen Soba im Restaurant hergestellt, um die Frische zu garantieren. Mein Herz schlägt bei solchen großartigen Restaurants höher, weil ich solche Restaurants einfach liebe! Sie überzeugen mit Qualität, Frische, Authentizität und vor allem bei Japanischen Restaurants üblich, die Gastfreundlichkeit. Im SOBA-AN fühlte ich mich sehr wohl aufgehoben. Die Soba waren super frisch und hatten eine tolle Konsistenz, kombiniert mit der leckeren Fischbrühe war es geschmacklich hervorragend. Auch das frittierte Tempura schmeckte nicht ölig und trocken, sondern genau richtig, wie es sein sollte. Preislich ist es im mittleren Bereich angesiedelt. Wir haben nicht mal alles geschafft, da es doch viel war. Das Restaurant bekommt von mir auch einen Pluspunkt, weil die Soba-Nudeln direkt vor den Gästen hergestellt werden. Ich weiß es auch sehr zu schätzen, dass frische Soba im Restaurant herzustellen, keine leichte Arbeit ist. Das SOBA-AN kann ich euch sehr empfehlen, wenn ihr schon immer mal in die Japanische Küche eintauchen und Soba probieren wollt. Neben Soba sind auch andere Japanische Gerichte zu finden, was ich unbedingt das nächste Mal noch probieren muss!

SOBA-AN
Klosterstraße 68
40211 Düsseldorf
Website
Speisekarte
Facebook
U-Bahn-Station: Schadowstraße / Oststraße / Pempelforter Straße

Öffnungszeiten:
Montag – Samstag 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr
sonntags Ruhetag

Kennt ihr die Japanishen Buchweizen-Nudeln namens Soba – 蕎麦 / そば ?

Sayounara – さようなら,

euer Foo

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2 Comments

  • Reply
    Beauty Mango
    27. November 2016 at 13:13

    Man wieso kannte ich das Restaurant noch nicht? Das klingt ja richtig gut!

    • Reply
      Foo Hung
      27. November 2016 at 18:49

      Musst du echt mal probieren 🙂

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